4.14               Wasserpieper , Anthus spinoletta  

Status:
Ehemaliger Brutvogel auf der Adelegg.
Regelmäßiger Durchzügler mit Gipfeln Ende März und Mitte Oktober mit maximal 145 Ex.  

Brutverbreitung und Brutbestand:
Das ehemalige Brutvorkommen (1 BP) auf der Adelegg ist nach 1981 erloschen. Nachdem der Wasserpieper dort 1971 sicher brütend nachgewiesen worden war, gelang am 7.8.1981 nur noch eine Beobachtung mit leichtem Brutverdacht (G.Lang). Dieses ehemalige Vorkommen war vermutlich ein “Vorposten” der alpinen Brutpopulationen in Bayern und Vorarlberg. Dort gilt er als regelmäßiger und allgemein verbreiteter Brutvogel (Kilzer & Blum, 1991) [i] .

Der ehemalige Brutplatz auf der Adelegg lag auf 1000 m NN.  

Jahreszeitliches Auftreten:
Wegen der regelmäßig anwesenden Wintergäste ist der Beginn des Heimzuges nicht exakt festzulegen. Für die Beobachtungen von Ende Februar bis Ende April fällt der Median auf den 29. März.
Der Wegzugsmedian ist der 19. Oktober, wobei hier ebenfalls versucht wurde, die Wintergäste auszuscheiden.  

Die größten Summen:

20.10.1974                             145 Ex.    Pfrunger Ried (R.Mörike)
18.12.1994                               80 Ex.    Pfrunger Ried (B.Metzger)
30.3.1996                                 69 Ex.    Pfrunger Ried (R.Mörike)
29.10.1976                               60 Ex.    Metzisweiler Weiher (B.Schaudt)
17.12.1981                               54 Ex.    Pfrunger Ried, Riedwiesen (K.Hund)  

Diese Werte belegen die Bedeutung des Pfrunger Riedes für den Durchzug des Wasserpiepers.  

Winterbestand:
In den Monaten Dezember und Januar sind nahezu regelmäßig Wasserpieper anwesend. Dabei ist das Pfrunger Ried der wichtigste Winteraufenthalt. Die Dezembermaxima waren bisher 50-80 Individuen. Im Januar liegen die Maxima bei 15-17 Individuen. Auffallend an der jahreszeitlichen Verteilung ist der deutliche Unterschied zwischen den Werten in der letzten Jahrespentade und der ersten Pentade. Dies gilt sowohl für die Pentadensummen als auch für die Maxima.  

 

 



[i] Kilzer R. & V. Blum (1991): Atlas der Brutvögel Vorarlbergs

Home