Krötenwanderung-Hinweis

 

Amphibienschutz in Wangen, Beispiel Schlauchentümpel
Amphibienzug um Wangen

In den warmen Nächten mit etwas Nieselregen ziehen nun wieder die Amphibien zu ihren Laichgewässern. Die derzeitigen Temperaturen scheinen den Lurchen aber noch nicht ganz zu behagen. Deshalb sind die bisherigen Ergebnisse an den Amphibienschutzzäunen des Naturschutzbundes (NABU) noch etwas dürftig. Der NABU betreut im Jahre 1998 mobile Amphibienschutzzäune am Schlauchentümpel auf der Berger Höhe, am Moorbad und dem Staudachweiher in Eglofs, sowie an der Autobahnmeisterei in Herfatz. Die Interessengemeinschaft Natur Neuravensburg betreut eine solche Anlage am Neuravensburger Weiher. Diese Zäune werden immer um den 1.März errichtet, denn ab diesem Zeitpunkt ist mit verstärktem Amphibienzug um Wangen zu rechnen. Das Ende der "Fangsaison" ist meist Mitte April, dann sind normalerweise über 95 % der Amphibien durchgewandert. Mit dem Aufstellen der Zäune sollen die Verluste vermindert werden, die diese Tiergruppen immer beim Überqueren stark befahrener Straßen erleiden. Durch die etwas zu kalten Nächte befinden sich die Amphibien wohl noch in einem "Zugstau" und verbleiben lieber in den selbstgegrabenen Überwinterungsstellen oder im Schlammbereich kleinerer Bäche. Bisher sind am Schlauchentümpel ca. 650 Amphibien registriert worden, wobei über 550 davon Grasfrösche waren. Überraschender Weise hatten sich auch schon fast 40 Kammmolche auf den Weg zum Laichgewässer gemacht, sonst waren diese meist später dran. Erstaunlich ist immer wieder, daß die Erdkröte den Schlauchentümpel als Laichplatz meidet und fast nur am nahegelegenen Froschweiher ablaicht. Hier passen Wasserchemie und Uferstruktur wohl besser zu den Ansprüchen dieser Amphibienart. Am Staudachweiher bei Eglofs halten sich anzahlmäßig Wasserfrosch und Erdkröte fast die Waage. Von beiden Arten waren etwa 90 Exemplare vorhanden. Die Amphibienzahlen am Moorbad sind 1998 sehr gering, denn im Weiher selber ist wegen notwendiger Sanierungsmaßnahmen gerade kein Wasser vorhanden. Eine explosionsartige Wanderung konnte 1998 an der Autobahnmeisterei in Herfatz festgestellt werden und kurzfristig mit einem Amphibienschutzzaun abgefangen werden. Hier waren nahezu 150 Grasfrösche und einige Molche innerhalb von 2 Tagen aufgetaucht und zum Laichgewässer gewandert.
Informationen dazu gibt auch das Naturschutzzentrum 88 239 Wangen, Lindauerstr.6 (Tel.und Fax. 07522 / 912374) NABU/gl
Artikel für die Schwäbische Zeitung Wangen, veröffentlicht am 20.3.1998, bearbeitet von Gerhard Lang
Amphibienschutz am Schlauchentümpel
NABU Wangen e.V. Lindauer Str.6
88 239 Wangen Tel. und Fax. 07522 912374 (e-mail:
nabu-wangen@gmx.de)


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